Hinterfragt

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Einfach mal darüber nachdenken

Die überbezahlten Sportler

Ständig wird über die überbezahlten Sportler gemeckert.
2006 verdiente Michael Schumacher 35 Millionen. Also nur sein reines Gehalt, Nebeneinnahmen nicht berücksichtig.
Gerade ist Christiano Ronaldo der bestbezahlte Spieler geworden. 13 Millionen verdient er pro Jahr. Und 93 Millionen Euro zahlte Real Madrid als Ablöse an Manchester.

Da kommen diese Fragen natürlich unweigerlich auf. Sind diese Sportler überbezahlt? Macht Geld den Sport kaputt? Sind solche Summen im Sport denn überhaupt sinnvoll?

Wenn man einfach nur die reine Arbeitsleistung betrachtet, so macht das sicherlich keinen Sinn. Runtergebrochen auf die reinen Arbeitszeiten sind diese Summen natürlich absolut surreal. Aber man vergisst dabei doch immer wieder gerne ein paar Gegenargumente.

Sportler sind nicht nur Ausgaben in Form von Ablösen und Gehältern. Sie geben den Vereinen auch etwas zurück. Nicht nur Tore. Zinedine Zidan brachte 2001 Juventus Turin eine Ablöse in Höhe von 76 Millionen Euro ein. Andersherum kostete Zidan Real Madrid also 76 Millionen Euro Ablöse. Was aber gerne verschwiegen wird. Zinedine Zidan spülte Real Madrid während seiner aktiven Laufbahn über 300 Millionen Euro nur aus Promotion in die Kassen. Diese 300 Millionen waren ihm direkt zurechenbar (Trikotkäufe etc.) und beinhalten noch nicht eventuell auch durch besser gelaufene Saisons mit dementsprechend mehr Preisgeldern und Einnahmen aus TV-Rechten.

Ein Takahara beim HSV wurde sicherlich nicht unbedingt wegen seines fußballerischen Könnens eingekauft. Wie so viele ausländische Spieler in der Liga. Klar war er bundesligatauglich, aber das sind viele unbekannte deutsche Fußballtalente ebenfalls. Fakt ist aber, dass durch ihn das Merchandising im asiatischen Raum mächtig angekurbelt wurde. Das bedeutet klare Mehreinnahmen.

Auch der Ruf nach einer gesetzlichen Obergrenze für Sportlergehälter macht daher keinen Sinn. Diese begrenzen sich von allein dadurch, dass ein Verein diese langfristig kompensieren muss. Ein Verein ist mittlerweile ein Wirtschaftsunternehmen. Sicher sind die Auflagen in Italien oder Spanien laxer als in Deutschland und dementsprechend bewegen sich da einige Vereine mehr als nur hart an der Grenze einer „Insolvenz“, aber dort bewegen sich auch viele andere Wirtschaftsunternehmen.

In der Formel1 ist das auch nicht anders. Hier kommt noch hinzu, dass die Piloten dort täglich ihr Leben riskieren. Klar, das tun sie freiwillig, dennoch tun sie es. Und die Gehälter sind sicherlich nicht als Wiedergutmachung für die Gefahren gedacht. Aber auch hier müssen sich die Gehälter der Piloten rechnen. Auch hier gibt es riesige Merchandisingmaschinerien im Hintergrund, die Unsummen wieder einspielen. Hier gibt es zusätzlich noch technische Innvoationen, die nur durch das Testen im Rennsport auch Einzug in die normalen Alltagsautos erlangten. Es ist eine einfache Kosten-Nutzen-Rechnung.

Und es gibt noch ein klares Argument, warum die Rufe nach niedrigeren Sportlergehältern eigentlich unsinnig sind. WER zahlt denn die Gehälter? Letztendlich nicht die Vereine. WIR zahlen die Gehälter, durch Trikotkäufe, durch Eintrittskarten, durch Einschaltquoten und daraus resultierenden Werbeeinnahmen. Wer sich also über ungerechte Entlohnung der Fußballer, Formel1-Piloten und manch andere Profisportler aufregt, sollte einfach den kompletten Konsum dieser Sportarten einstellen. Wenn as genügend Mitstreiter machen, dann sinken automatisch die Einnahmen der Vereine und damit auch die Ausgaben … Wer den Sport aber nciht missen möchte und genießen möchte, der schalte einfach einmal seinen Neid ab und konzentriere sich auf das Wesentliche: Just Sport!

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Was ist der Unterschied zwischen einem Holländer und einem Türken?

Diese Frage können Sie so ad hoc nicht beantworten? Nun, die Antwort ist recht einfach: Über einen Holländer darf ich Witze machen.
Jetzt werden Sie fragen, wo denn hier der Witz liegt? Es gibt keine Pointe, es ist kein Witz. Es ist die Wahrheit. Dabei gibt es natürlich mehrere „Randgruppen“, über die Witze gemacht werden (können), entweder offen, oder hinter vorgehaltener Hand.
Kategorie 1 – offen und salonfähig:
Witze über Holländer, Österreicher, Briten, Blondinen, Ostfriesen, Amerikaner, Frauen und Männer (ohne genannte Nationalität) und viele mehr

Kategorie 2 – hinter vorgehaltener Hand
Witze über Türken, Farbige, Muslime, Juden, Behinderte und viele mehr

Stimmt so nicht? Ich gebe ein Beispiel. Ich möchte vorher schon darauf hinweisen, dass es sich hier nicht um einen wirklich anspruchsvollen Witz handelt. Aber es ist ein Witz, über den ich schon Leute habe lachen sehen.

Kommt eine Blondine mit einer Ente auf dem Kopf zum Arzt. Fragt der Arzt: „Was ist denn mit Ihnen los?“ Sagt die Ente: „Keine Ahnung, am Anfang war es nur ein Geschwür am Fuß.“
In der Regel gibt es hier drei Reaktionen. Entweder es wird darüber offen gelacht, es wird ein gequältes Lächeln, weil der Witz wirklich nicht sehr niveauvoll ist, oder es wird angemerkt, dass das einfach kein guter Witz ist.

Kommt ein Türke mit einer Ente auf dem Kopf zum Arzt. Fragt der Arzt: „Was ist denn mit Ihnen los?“ Sagt die Ente: „Keine Ahnung, am Anfang war es nur ein Geschwür am Fuß.“
Hier gibt es meist ebenfalls drei Reaktionen. Die Zweite und Dritte der Blondinenreaktion, oder es wird sich über den unglaublichen Rassismus aufgeregt. Dabei ist es inhaltlich der gleiche (schlechte) Witz.

In einem anderen Blog las ich diesen Artikel über latenten Rassismus, welcher mich zum nachdenken und hinterfragen anregte. In diesem Artikel steckt zweifelsfrei sehr viel Wahrheit (auch wenn ich nicht bei allen genannten Beispielen mit der Autorin übereinstimme). Ich frage mich nur, wo fängt dieser latente Rassismus an? Fängt er wirklich erst bei den dort genannten Beispielen an, oder beginnt er nicht auch schon bei den hier genannten Witzekategorien an. Und damit meine ich nicht, dass es diese gibt, dass sie sich hinter vorgehaltener Hand erzählt werden, dass sie nicht mit einem offenen „Ha ha ha“, sondern mit einem dumpfen „Hö hö hö“ quittiert werden. Ich meine viel mehr, dass diese Witze meist unterbleiben und gar nicht erst Salonfähig werden.

Es gibt natürlich Gegenbeispiele. Wenn Erkan und Stefan damit auf Tour gehen, dann ist es salonfähig. Bei Kaya Yanar natürlich auch, aber er hat ja auch „Migrationshintergrund“ und daher ist es bei ihm quasi dadurch legitimiert. Aber der Durchschnittsbürger muss aufpassen, in welcher Runde er solche Witze erzählt, um nicht in eine bestimmte Schublade gesteckt zu werden.

Würde man nicht einigen Nährboden des latenten Rassismus oder der Diskriminierung im allgemeinen entziehen, wenn auch der Humor mit und über diese sogenannten Randgruppen einfach als Humor ohne Hintergedanken akzeptiert würde?

Interessanterweise regen sich oftmals diejenigen am lautesten auf, die gar nicht zur betroffenen Randgruppe gehören. Neulich erzählte ein Radiomoderator einen Blindenwitz. Innerhalb von 10 Minuten trudelten empörte Anrufe von Nicht-Blinden ein, die sich unglaublich über diesen Humor aufregten. Dann rief ein Blinder an und was machte der? Erzählte gleich live im Radio 3 weitere Blindenwitze.

Erkan und Stefan werden von Türken angesprochen und bekommen Tipps, wie sie manche Wortspiele besser betonen und aussprechen sollten.

Mittlerweile gibt es eine Comedyserie im Fernsehen, in der Behinderte die Protagonisten sind und in der Öffentlichkeit mit versteckter Kamera Sketche abdrehen. Teilweise zum Schreien komisch. Aber das sollten mal Schauspieler machen, die die Behinderung nur spielen.

Warum dürfen Christen Witze über Jesus machen, nicht aber über Allah. Und warum regen sich Christen auf, wenn Muslime Witze über Jesus machen?

Fängt latente Diskriminierung nicht bereits da an, wo Vorlagen für eine Pointe nicht genutzt werden aus Angst vor der Reaktion darauf?

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